Fridurfaerdr
Autor(en): Grisgrim
- IV -
Die Zeit in Waligoi
Der Weg zurück war weniger beschwerlich, vor allem machte ich einen weiten Bogen um die Blumenperline. Ich erreichte die Küste noch rechtzeitig zum Reparaturende der walischen Flotte, und die Überfahrt konnte losgehen. Die Reise war lang und sehr abwechslungsreich. Da ich noch nie so lange auf hoher See gewesen war, wurde den anderen Walis sehr schnell bewußt, das ich eine "Landratte" war. Krank und erschöpft kam ich schließlich in Waligoi an.
Dort lernte ich meine Paten kennen und wurde sogleich zum Winter-Wali-Thing hin als Mundschenk des Jarkhan bestimmt, da dieser - wie ja jeder weiß - einen ungeheuer großen Durst hat. Kurz vor dem Thing verletzte er sich bei einer Eistrolljagd, bei der ich mich persönlich von der Tapferkeit Kelirs überzeugen konnte. Nur Met-izin konnte ihm da noch helfen... und half... wie nicht anders zu erwarten.
Die Zeit verstrich, viele Schlucke und Fässer gingen ins Land. Fern waren Huanaca und die Blumenküste. Und alles wäre seinen normalen Weg gegangen, wäre ich nicht so einem komischen alten Kauz begegnet.
Innerhalb eines Jahres war ich Fylgdarmannr (Freier), Heerführer der Alten Welt und Werir der Heden geworden. Was allerdings nicht besonders schwer war, da viele Heden Waligoi einfach verließen. Neben meinem ersten Winter-Thing erlebte ich auch meine erste Plünderfahrt, bei der auch Taromir, ein ranabarischer Unterhändler ab Bord genommen wurde. (Taramon - Taromir? vielleicht sah ich ja Gespenster...). Jedenfalls wollte der Unterhändler eine familienfreundlichere Lösung unserer rituellen Plünderungen. Da ja nun schließlich viele Ranabarer Kinder von Walis waren, und die erworbenen Frauen aus Ranabar, die nun in Waligoi lebten, ja auch noch in Ihrer alten Heimat Verwandte hatten. Die Plünderfahrt war wundervoll, und von der "eingekauften" Träumerin kann ich nur schwärmen! Die Dame aus Lesvod besaß Fähigkeiten, die später auch den Jarkhan verzücken sollten. Doch gab es auch ernstere Aufgaben. Der Reiter der Finsternis hatte gar gräßlich über Waligoi gewütet, und vieles war instandzusetzen und zu erneuern. Als Heerführer der Alten Welt mußte ich leider den Jarkhan vorübergehend alleine trinken lassen um meinen anderen Pflichten nachzukommen. Als Erstes inspizierte ich auch die Festung Yggrgard...
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