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Dekadent

Autor(en): Grisgrim & Moira Wolfsfell

Grisgrim:

Völlig erschöpft war ich auf dem Weg ins Höfurráthyrd.

Die Leibgarde dieser Hohepriesterin hatte sich als eine Überzahl gepanzerter Echsenwesen erwiesen. Soweit das Auge reichte, diese riesigen schuppigen Leiber. Sie stießen merkwürdige kehlige Geräusche aus und gebärdeten sich wie wilde Tiere. Ihre Hände verdienten kaum diese Bezeichnung, waren sie doch klauenbewehrt und wirkten messerscharf. Kurz zuvor hatten ihre Leiber noch in menschlichen Körpern gesteckt was man an vereinzelten Hautfetzen und Blut vermuten konnte. Die Körper hatten sie nun einfach von innen gesprengt so dass das Entsetzen groß war was des vertrauten Gesichtes Kern war. Normalerweise wären die Blumenküstenkrieger verdattert gewesen und hätten außer einem unsinnigen Gestammle nichts mehr von sich gegeben, geschweige denn, dass sie in der Lage gewesen Ihre Waffen nutzvoll in der Schlacht zu verwenden. Doch das Lied hatte seine Wirkung entfaltet. Wer sich davon mitreißen ließ, den überraschte nicht mehr viel, der wägte nur noch ab, ob Freund oder Feind und schlug dann zu.

Die Echsen waren uns etwa zwanzig zu eins überlegen, und obwohl es meine Krieger nach Kampf dürstete , war die Übermacht zu stark.

Die Hohepriesterin allerdings entwickelte sich in besonderer Weise. Im Vergleich zu ihr waren die anderen Echsen nur Kinder. Eine zehn Schritt große Monsterechse, war selbst für diese neue Umgebung schon sehr außergewöhnlich. Genauso schnell wie sie erschien, verschwand sie wieder in der Menge, als sie durch einen Ger, von einem der neuen Schiffe abgefeuert, durchbohrt wurde.
Doch kurz nach dem Beginn der letzten Schlacht umhüllte mich Schwärze. Ich war zusammengebrochen.

Als ich wieder erwachte, konnte ich nicht richtig sehen. Ich spürte keinen Schmerz mehr und war keines klaren Gedanken mehr fähig.
Blutbesudelt, sei es rot oder grün, völlig ausgelaugt und wie besoffen torkelte ich gerade in Richtung Höfurráthyrd, als eine mir nicht ganz unbekannte Stimme den Kampf mit dem Dröhnen in meinem Schädel aufnahm, und deren Besitzerin schließlich in mein Blickfeld trat.
"Momomomo - Moment - äh - Moira, was machst du denn hier?" Ich stützte mich mit dem linken Arm auf ihre Schulter, drehte mich etwas zur Seite und erbrach. "Schön sich zu...äh dich zu zu sehen" sabberte ich auf ihrte Schulter"
"Grisgrim, wie seht Ihr denn aus, was fällt Euch ein, mich zu duzen? Und försakret! Ihr stinkt schlimmer als ein Jakh, das in der Sommerhitze verwest! Ich weiß wovon ich spreche."
"Ach.... halt‘s Maul", brummte ich sauer. Dann nahm ich engen Kontakt mit der Erde auf. Glücklicherweise landete mein Gesicht auf dem trockenen Staub der Straße...


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